Chronik der Garde der NZA

Immerhin schon über 40 Jahre geht es nun schon bei den Gardisten rund, nachdem sie im Januar 1972 zum ersten Mal bei der Bürgerausschusssitzung aufgetreten waren.

Als die Narrenzunft Aasee 1972 den Entschluss gefasst hatte, endlich einmal etwas gegen die fortschreitende Überalterung des Vereins (nicht eingerechnet die Tanzgruppen) zu unternehmen, hatte Berthold Freese entscheidend dazu beigetragen, die Aasee-Garde aufzubauen. Am 18.01.1972 auf einer Vorstandssitzung der NZA in der Domschänke wurde nach Vorbereitungsgesprächen für die Sitzungen der NZA auch das Problem der Überalterung des Vereins zur Sprache gebracht. Wer sollte unsere Tradition fortsetzen, wer die Geschicke der NZA mitgestalten und die junge Generation für den Karneval interessieren? Berthold Freese erläuterte seinen Wunsch, jungen aufgeschlossenen Freunden der Narretei für eine geringe Anwartschaftsgebühr die Möglichkeit zu geben, in die närrische Tradition der NZA hineinzuwachsen. Da die NZA „zum Glück“ einen Präsidenten hatte, der zwar „Altes pflegt“, aber allem Neuen aufgeschlossen gegenüber stand, blieb es nicht bei Überlegungen. Bertholds Vorschlag wurde sofort in die Tat umgesetzt.

Da damals – genauso wie heute – „der Groschen nicht locker aus den Taschen fiel“, wurde die erste „Ausrüstung“ aus dem Fundus der NZA gestellt: Die alten gelben Elferratshemden kamen wieder zu Ehren; dazu passend wurden schnell rote Piratentücher genäht. Und dann zog die NZA 1972 auf der BMK-Gala „Westfalen haut auf die Pauke“ erstmalig mit „jungen Bootspiraten vom Aasee“ in die Halle Münsterland ein.

Der Anfang war gemacht! Es gab immer mehr junge Männer, die sich bei der NZA wohl fühlten und mit Karneval feiern wollten. Nach den gelben Hemden wurden die roten Jacken unserer Hauskapelle getragen. Die Garde stellte inzwischen den Fahnenträger in der NZA. Es ging stetig bergauf. Der erste Gardesprecher Detlef Conen sorgte bei der Ausstattung der Gardisten für ein ansprechendes und gutes Äußeres. Grüne Jacken, Garde-Mützen, NZA-Kennzeichen – für viele Gardisten mit schmalem Geldbeutel zunächst eine teure Angelegenheit.

Zur Freude unserer Gesellschaft wurde es eine stattliche Truppe. Der Nachwuchs der NZA war gesichert. Vorstandsaufgaben wurden übernommen; die Tanzgruppen bekamen Unterstützung: Im Jahr 1976 stellten sich Gardisten zur Verfügung, um eine Männertanzgruppe auf die Beine zu stellen – die Wellenbrecher! Im selben Jahr beschloss die Garde unter dem Gardesprecher Friedhelm Wiemers, auch weibliche Gardemitglieder aufzunehmen. Rund 10 Gardistinnen wurden in die Garde aufgenommen! Die Garde war immer bereit zu helfen und immer da, wenn sie gebraucht wurde.

Heute hat sich die gemischte Garde in eine reine Damengarde gewandelt.

Die Vorbereitungen für den Aufbau einer männlichen Garde laufen an!